Februar 16, 2010

Alaaf und Helau und was sonst noch nicht alles

Veröffentlicht in völlig verrücktes um 3:19 pm von Simone

Da war sie wieder, die jeckische Zeit. Und so schnell wie sie kam, ist sie (zum Glück) auch wieder vorüber gegangen. Dieses Jahr hat es mir die Stimmung schon Donnerstag verhagelt. Wie jedes Jahr sind wir nach Köln um ein wenig zu feiern. Nicht, dass ich wirklich Jeck wäre, aber mitfeiern lässt sich ganz gut. Nur irgendetwas war anders als sonst.

Eine gruppe Halbstarker hatte sich wohl zum Ziel gesetzt, bei mir zu landen. Warum werde ich eigentlich immer wieder von 16-19 Jährigen angegraben? Naja, normalerweise sind diese ja relativ einfach loszuwerden. Nicht aber an Karneval. Denn da gilt nichts mehr. Also haben sie weiter genervt. Und genervt.

Zuviel wurde es, als einer meinte, mich anfassen zu müssen. Reden ist eine Sache, aber anfassen? Oh mein lieber kleiner, das war ein großer Fehler. Denn da geht mir alles durch. Wobei ich mich erst noch zurück gehalten habe und nur laut rumgeschrien hab, dass er sich gefälligst zu seinen anderen Halbaffen verziehen soll. Das brachte mir und ihm einige Aufmerksamkeit im Lokal. Was ihn scheinbar angestachelt hat, denn so hieß es nun (um es mit Goethe zu sagen:) “Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt; Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt” (**1). Nur dass ich das mit der Gewalt um einiges besser kann als er, hat er wohl nicht erwartet. Jedenfalls ist er samt seiner Gefolgschaft des Lokals verwiesen worden, nachdem ich ihn etwas unsanft auf dem Tisch vor mir “abgelegt” habe. Und Applaus habe ich auch noch bekommen. Wofür Selbstverteidigung und Kampfsport doch mal gut sein kann.

Den Spass an Karneval jedoch hat er mir deutlich verhagelt. Und so hab ich dieses Jahr nicht viel mehr gemacht, als nach dem Vorfall weider heim zu fahren und mich an die Weisheiten eines besonderen Menschen gehalten: “Sei gegen das System. Trink gegen den Karneval!”

(**1)Sorry, das musste sein, denn ein “Ey, ich will doch nur mit dir f*****” zieht das Niveau doch deutlich nach unten.

1 Kommentar »

  1. Chris Schmidt sagte,

    So ist’s recht! Geschichten, die wir gerne lesen. Und um noch einen vom guten alten Wolgang v.G. hinzuzufügen: “Es ist nicht genug zu wissen, man muss es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muss es auch tun.” Tu es weiterhin: Stay tough!


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