März 16, 2010
Es gibt Dinge im Leben…
… die man eigentlich gerne vermeiden möchte. Bei mir dreht es sich in dieser Episode um das Treffen mit dem Ex-Partner. Eine Stituation, wie sie gemeiner eigentlich nicht sein kann.
Für mich ist es nicht ganz so schlimm, so zählt mein Ex doch wieder zu einem Personenkreis, mit dem ich gut zurecht komme. Und doch ist er es, warum ich jetzt wieder einmal etwas schreibe. Die Situation ist ja leicht erklärt, er hat sie verlassen weil er sich der Beziehung zu ihr nicht sicher war (u.a. wegen ner anderen), hats zu spät gemerkt und ist jetzt seit bald anderthalb Jahren am Boden… Und aus vorigen Posts geht meine Meinung auch unmissverständlich hervor: Get a grip! Wenn 14 Tage zu spät für Einsicht sind, hat sie es nicht verdient, mit dir zusammen zu sein. Aber dennoch:
Es ist eine unvergleichbare Situation, wenn man dem Ex-Partner gegenübersteht. Jeder hat sowas wahrscheinlich schon in der einen oder anderen Weise erlebt. Wenn man sich (was meiner Meinung nach unmöglich ist) in gegenseitigem Einverständnis getrennt hat, mag es wohl nicht so schlimm sein, genausowenig wie wenn man sich sicher war, dass die Trennung, die man herbei geführt hat, richtig und wichtig war.
Was aber, wenn man an der anderen Person noch hängt? Wenn man der Verlassene Teil der ehemaligen Beziehung ist, oder wenn man selbst den Fehler gemacht hat und es zu einem Ende gebracht hat, obwohl man das gar nicht wollte? Wie fühlt man sich dann?
Es ist immer noch dieses Kribbeln, was es seit dem großen Bruch war. Es ist auch nicht weniger geworden, nein, es hat sich einfach nur gut versteckt. Was macht man, nun, da man sich mehrt oder weniger gegenübersteht? Die einfachste Variante ist ignorieren. Wenn man mit dem Auto grad auf einen Parkplatz kommt kann man z.B. direkt wieder weg fahren, wenn man aneinander vorbei läuft, kann man wegsehen. Doch was, wenn der andere den Kontakt sucht. Mit einem Hallo oder sonstwie eine Konversation heraufbeschwört? Leider gibt es dafür keine passende Strategie, kein einfacher Plan, kein vorgefertigtes Muster anhand dessen man sich weiter hangeln kann. Und solange man immer noch dieses Kribbeln verspürt, sollte man auch nur schnell weiter. Denn sonst endet man noch in unbegründeter, unerfüllbarer Hoffnung.
Und zu deinem Beispiel, werter Herr Exfreund: Hattest du mir nicht mal von den “All American Rejects” das Lied “Gives you Hell” gezeigt? Dann hoff das doch für sie. Ich helf auch mit…
eric sagte,
April 20, 2010 um 1:56 pm
Für so Situationen gibts eigentlich außer Ignorieren noch ein ziemlich gutes Mittel…
“Du, hab eigentlich grad keine Lust zu reden. Man sieht sich.” und weitergehen. Ist hart und “gemein” aber wahr. Und wie heißt es so schön: veritas vincit
Simone sagte,
April 24, 2010 um 2:41 pm
Ich meinte mit dem “schnell weiter” auch was ähnliches. Ich würde es wohl anders versuchen, aber am Ende kommt es auf dasselbe raus. Und das die Wahrheit weh tut ist wahrscheinlich kein großes Geheimnis, auch wenn viele es nicht wahr haben wollen.